Am ganzen Körper möglich
Studien je nach Wundart
Wundreinigung & Débridement
Einsatz bei Wunden mit Belägen, Nekrosen oder Biofilm
Hydrogele (z. B. Purilon®, Intrasite® Gel)
→ lösen trockene Nekrosen & Fibrin, feuchthaltend
Débridement-Kompressen/Schwämme (z. B. Prontosan® Debridement Pad)
→ mechanisches Débridement, auch bei Biofilm
Enzymatische Präparate (z. B. Iruxol®)
→ enzymatisches Débridement, selektiv
Exsudatmanagement (Saugverbände)
Bei mäßig bis stark exsudierenden Wunden
Alginate (z. B. Sorbalgon®, Kaltostat®)
→ stark saugfähig, gelbildend, fixieren Keime im Verband
Hydrofaser-Verbände (z. B. Aquacel®)
→ bilden ein Gel, passen sich dem Wundgrund an, starke Aufnahme
Schaumverbände (PU-Schaum) (z. B. Allevyn®, Mepilex®)
→ variabel saugfähig, angenehm zu tragen, polsternd
Wundfüllmaterialien
Für tiefe oder tunnelierende Wunden
Alginate / Hydrofaser-Tamponaden
Gazestreifen oder spezielle Füllmaterialien
Antimikrobielle Wundauflagen
Bei infizierten oder infektgefährdeten Wunden
Silberhaltige Verbände (z. B. Acticoat®, Urgotul® Ag)
→ antibakteriell bei lokaler Infektion, temporär einsetzen
PHMB / Polyhexanid-Auflagen (z. B. Suprasorb® X + PHMB)
Medizinalhonig (Manuka-Honig) (z. B. Medihoney®)
→ antibakteriell, fördert Autolyse
Schutzauflagen / Wundkontaktmaterialien
Zur Schonung des empfindlichen Wundgrunds und der Umgebungshaut
Silikonbeschichtete Wundauflagen (z. B. Mepitel®, Atrauman®)
→ nicht haftend, schonend bei Verbandwechsel
Hydrokolloide (z. B. Comfeel®, DuoDERM®)
→ ocklusiver, fördert feuchte Wundheilung, für schwach exsudierende Wunden
Sekundärverbände
Zum Fixieren, Polstern oder zur weiteren Saugfähigkeit
Schlauchverbände
Kompressionsbinden (bei venösen Ulcera, z. B. Pütter®-Verband)
Frühzeitige Identifikation von Risikopatienten
Screening auf Gefäß- oder Stoffwechselerkrankungen (Diabetes, pAVK, CVI)
Beurteilung von Hautzustand, Mobilität, Ernährung, Schmerz und Sensibilität
Nutzung von Skalen (z. B. Braden-Skala für Dekubitusrisiko)
Hautpflege und Hautschutz
Tägliche Inspektion der gefährdeten Hautareale (z. B. bei älteren oder immobilen Patienten)
Vermeidung von Reibung, Austrocknung, Mazeration
Verwendung von Feuchtigkeitscremes bzw. Barrierecremes bei gefährdeter Haut
Optimierung der Durchblutung
Förderung der Mobilität (Bewegungs- und Gehtraining)
Wechseldruckmatratzen / Umlagerung bei bettlägerigen Patienten
Kompressionstherapie bei chronisch venöser Insuffizienz (CVI)
Blutzuckereinstellung bei Diabetikern
Regelmäßige Kontrolle von Blutzucker- und HbA1c-Werten
Anpassung von Therapie, Ernährung und Bewegung
AWMF-Leitlinien
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